Kryochirurgie

In wenigen ausgewählten Fällen kann eine Behandlung durch Vereisung des Gewebes erfolgen. An der Spitze der Kryosonde wird eine Temperatur von -70°C erreicht. Das Wasser im Gewebe gefriert sofort und bildet Wasserkristalle, die zur Zerstörung der Zellmembran führen. Dadurch stirbt die Zelle ab. Auf diese Weise können oberflächlich auf der Haut wachsende Hautkrebse behandelt werden. Schmerzhafte Nervenfasern können durch den Kälteschock abgetötet werden. In der Augenheilkunde können wir dieses Verfahren für die Entfernung von verlorengegangenen Linsenteilen nutzen. Durch die Frostbildung an der Spitze der Kryosonde können sie am Instrument festfrieren und dann geborgen werden.

 

Am Lidrand eines Hundeauges wird eine kleine Warze mithilfe der kryochirurgischen Vereisung behandelt