Laserchirurgie

Die Laserchirurgie nutzt für Eingriffe die Energie aus verstärktem Licht, das aus der Absonderung von stimulierter Photonenstrahlung besteht. Es wird stärker von Geweben aufgenommen, die eine erhöhte Zellteilungsrate aufweisen, da die Erbsubstanz in diesen Zellen verdichtet ist. Daraus ergeben sich Vorteile für die Behandlung von einigen Tumorerkrankungen. Ein weiterer Nutzen ist, dass der Schnitt sehr präzise ist, schnell heilt und dem Tier wenig Schmerzen bereitet.
Für laserchirurgische Eingriffe stehen im Hamburger Tierspital zwei Lasergeräte zur Verfügung.

Wucherungder Mundschleimhaut
Wucherungen der Mundschleimhaut sind häufig fest mit dem Knochen verbunden. Um sicher eine Gewebeprobe zu entnehmen und dabei das Risiko der Streuung so gering wie nur möglich zu halten, kommt der CO2-Laser zum Einsatz
Nach der chirurgischen Entfernung eines Tumors an der Brustwand wird das darunter liegende Gewebe gründlich durch das Verdampfen jeglicher verdächtiger Gewebeabschnitte gereinigt
Bläschen hinter der Nickhaut eines Hundes werden mit dem Laser verdampft. Zur Schonung der Hornhaut wurde eine blaue Kontaktlinse aufgesetzt

30 Watt chirurgischer Kohlendioxidlaser von Zeiss

Dieses Instrument ist ein Gaslaser, bei dem CO2 elektrisch angeregt wird. Seine Wellenlänge bewegt sich im mittleren Infrarotbereich, hat große Kraft, kann aber sanft zum Gewebe sein. Durch Energieimpulse des Lasers wird das veränderte Gewebe verdampft ,während das gesunde Gewebe geschont wird. Aufgrund des geringen Wundschmerzes und der milden Schwellung kann dieser Laser gut zur Kürzung des Gaumensegels und anderer Operationen im Rachenraum eingesetzt werden.

Veränderungen der Zunge sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, da sonst die Nahrungsaufnahme bis zur Unmöglichkeit behindert wird
Zunge ist am abheilen
Kurze Zeit nach der Bahndlung
Abgeheilte Zunge
Abgeschlossene Behandlung

15 Watt YAG-Diodenlaser

Dieses Gerät ist ein Feststofflaser, der einen Yttrium-Aluminium-Granat-Kristall enthält und eine Wellenlänge von 1064 nm (Infrarotstrahlung) absondert. Dies erlaubt die Leitung der Laserenergie über eine Glasfaser direkt in das erkrankte Gebiet. So besteht die Möglichkeit, die Laserfaser durch ein Endoskop direkt in den veränderten Bereich zu bringen. Er eignet sich auch für Eingriffe am und im Auge.