Klinische Betreuung - stationäre Unterbringung

In unserem Tierspital können bis zu 40 Tiere gleichzeitig stationär aufgenommen und behandelt werden.
Hierfür sind drei unterschiedliche Stationen eingerichtet:

 

1. N-Station

Narkosestation
Stationäre Unterbringung der Patienten auf der N (Narkose)-Station

Hier werden frisch operierte Tiere untergebracht.

Platz für 25 Tiere, die frei von ansteckenden Krankheiten sind

Der frisch operierte Patient wacht auf unserer N-Station auf.

Er ist in einer der 25 Einzelboxen untergebracht, in der eine frische Decke, Trinkwasser und gegebenenfalls Futter zur Verfügung stehen. (Für unsere schnurrenden Patienten natürlich auch eine Katzentoilette.)
Zusätzlich benötigte Wärme wird durch Infrarot-Strahler oder Wärmematten gespendet. Auf dieser Station steht zudem eine Box zur Sauerstoffbehandlung bereit.

Kein Tier wird aus dem Hamburger Tierspital entlassen, bevor ein diensthabender Tierarzt sich nicht davon überzeugt hat, dass der Patient die Aufwachphase überstanden und einen ausreichend stabilen Übergabe-Zustand erreicht hat!

 

2. A-Station

Isolierstation

Auf unserer Quarantäne-Station A (wie Ansteckung) werden Tiere mit ansteckenden Krankheiten betreut.

Infektionsmedizin auf der Quarantänestation
Die A-Station ist für maximal 15 Patienten konzipiert,

bei denen eine Isolation aufgrund einer infektiösen Erkrankung angezeigt ist. Diese Station ist über einen separaten Eingang zu erreichen, sodass ein erhöhter Schutz vor Infektionen gewährleistet ist.
Für besonders infektiöse Ausscheidungen größerer Hunde ist ein spezieller Bereich eingerichtet, aus dem unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, die jeweiligen Ausscheidungen entsorgt werden.
Des Weiteren können die betroffenen Tiere ihre Notdurft auf einer Quarantänegrünfläche entrichten, die sich auf dem Gelände des Hamburger Tierspitals befindet.

Während einer Seuchengefahr sind spezielles Schuhwerk, Einweg-Schutzkleidung und Desinfektionsmatten selbstverständlich. Die Boxen werden einer intensiven Desinfektionsroutine unterzogen. Je nach Art der Seuche werden Decken aus kochfestem Material oder Einwegunterlagen eingesetzt.

SauerstoffentnahmestelleKäfig mit Sauerstoffzufuhr und Heizung im Boden. Sauerstoffentnahmestelle der zentralen Gasversorgung, die eine fortwährende Sauerstoffzufuhr des Patienten sicherstellt. Ist der Sauerstoff in einer Flasche zu niedrig, wird automatisch auf die nächste umgeschaltet und Alarm gegeben.


 

3. I-Station

Hier befindet sich "Trixi", ein kleiner Jack Russel-Terrier in der Box für kleine Tiere ( z. B. kleine Hunde und Katzen). Sie erhält eine Sauerstoffbehandlung und einen Dauertropf

Die Intensiv-Station ist der Versorgung von Patienten, die einer besonders intensiven Überwachung und Betreuung bedürfen, vorbehalten.

Die Boxen bestehen aus reinem Edelstahl; sind somit hygienisch einwandfrei sauberzuhalten. Boden und Wände der Intensivboxen sind gut isoliert. Eine zusätzliche Wärmezufuhr erfolgt durch Rotlicht und bissfeste Heizmatten.

Intensivmedizin auf der I-Station

Die Intensivstation ist zur Behandlung schwer kranker Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen ausgelegt. Sie bietet Platz für nur zwei Patienten.

Die Spezial-Boxen sind mit zugluftfreiem Belüftungssystem, Wärmeregulatoren, EKG-Monitoring, Pulsoxymetrie, Infusomat, Sauerstoffzufuhr und Luftfilterung ausgestattet.
Ein besonderes System sammelt und extrahiert die Ausscheidungen des Patienten, sodass kaum direkter Kontakt mit der Körperoberfläche des Tieres stattfindet und Verbände, Haut, natürliche Körperöffnungen und Fell vor Verunreinigungen geschützt sind.
Durch die großen Türen aus Plexiglas können die Patienten gut beobachtet werden, ohne das Tier zu stören oder zu beunruhigen.

Infusomat
Fünf Infusomaten sind einsatzbereit

Für mittelgroße bis große Patienten steht eine größere Box zur Verfügung. Beide Boxen sind mit entsprechend aufwändig ausgestattet. Zur besonderen Behandlung gehören natürlich auch Gerätschaften, die zur Sicherheit des erkrankten Patienten beitragen, den Teil der Patientenüberwachung (Vitalfunktionen auf einen Blick) für Pfleger und Ärzte erleichtern sowie die Verabreichung der Infusionen und Medikamente präzise automatisieren!

Die Überwachungsmonitore überwachen Parameter wie die Pulsoximetrie des Patienten, die Atmung, die Körpertemperatur und der EKG-Monitor kontrolliert die Herztätigkeit. Mithilfe von speziellen Programmen können die Geräte selbstständig ventrikuläre Extrasystolen und andere Herzrhythmusstörungen ermitteln und gegebenenfalls Alarm schlagen. Infusionspumpen und Medikamentendosierer sorgen für die exakte Verabreichung der verordneten Medikamentation an die Patienten. So kann eine Überdosierung vermieden werden. Vor allem bei sehr kleinen Patienten sind exakte Infusionsvolumen in vorgegebenen Zeiträumen mit exakt dosierten Medikamenten von lebensentscheidender Wichtigkeit. Ein Service, wie er nur in einem Krankenhaus zu finden ist und nur selten beim Tierarzt.

Drei Monitore stehen zur Patientenüberwachung bereit